TOP Tricks gegen Telefon-Angst! ☎️

Von: Tobias Jost

Gründer / CEO von KARRIEREGURU

Beispiel Telefonat

“Hallo? Ja, Hallo? Ehhm mein Name ist Tobias. Ich ehhm ich rufe an bezüglich meiner Bewerbung, wissen Sie?! Die haben Sie doch bekommen oder? Also hätten Sie überhaupt gerade Zeit das nachzuschauen? Nee? Vielleicht an nem anderen Tag? Ah ok, schade. Dann warte ich mal auf die Rückmeldung. Tschüss.“ 

Puhh…Also schlimmer kann ein Telefonat wahrscheinlich gar nicht laufen. Falscher Ton, falsche Stimme, falsche Ansprache. Ein Business Gespräch ist halt eben mal nicht das gleiche wie ein Gespräch unter Freunden und sorgt bei vielen von uns für Nervosität und maximale Verzweiflung. Wenn du dich jetzt wiedererkannt hast, dann ließ unbedingt weiter. Denn ich erkläre dir im Folgenden alles was du wissen musst um wirklich eindrucksvolle Business Telefonate zu führen und immer das zu bekommen was du willst.

Warum heutzutage überhaupt noch telefonieren?

Heute dreht sich also alles ums Telefonieren. Und zwar darum wie es richtig geht. etzt denkst du wahrscheinlich…na wer telefoniert denn heutzutage noch? Und ja das ist eine berechtigte Frage, denn es ist bei weitem nicht mehr so viel wie es früher war. ABER und jetzt kommts: die Wirkung von einem richtig guten Telefonat ist weitaus stärker als bei einer E-Mail oder sonst irgendwas und sollte daher auf keinen Fall unterschätzt werden. Das ist also deine Chance aus der Masse herauszustechen und ordentlich Eindruck zu machen.  

Der Grund warum so viele Menschen Angst vorm Telefonieren haben ist eigentlich ganz einfach. Und ich weiß übrigens zu 100% wovon ich spreche, denn mir ging es noch vor ein paar Jahren noch ganz genauso…Man hat nämlich Angst direkt mit etwas konfrontiert zu werden mit dem man nicht rechnet und dann komplett auf dem Schlauch steht und sich blamiert. Ich mein im Telefonat kannst du dir halt mal nicht eben großartig Gedanken machen wie bei ner E-Mail. Da muss direkt geantwortet werden…Im Grund ist das aber alles halb so wild, das wirst du gleich sehen.

Der Ablauf

Also schauen wir uns erstmal den Aufbau von so einem Business Telefonat an. Der ist nämlich genau gleich wie bei ner E-Mail.

  • Erstmal fängt man an sich vorzustellen (mit WER bin ich?),
  • dann den Grund für den Anruf zu nennen (also WARUM rufe ich an?) und
  • dann das Anliegen zu präsentieren (WAS will ich?)

Am besten du schreibst dir das vorher einfach auf und kannst es dann im Zweifel sogar auch ablesen. Es geht nämlich vorallem darum durch die entsprechende Vorbereitung oder Sicherheitsstütze, egal wie du’s nennst, Selbstvertrauen zu tanken.

Allerdings ganz wichtig und niemals zu vergessen, ist aufrichtig zuzuhören und den Gesprächspartner beim Namen zu nennen. Der eigene Name ist das mächtigste Wort das es gibt und daher ein tolles Instrument um sofort eine gute Bindung aufzubauen. Wenn du den Namen nicht genau verstanden hast, dann frag nochmal nach:

“Entschuldigen Sie bitte, wie war Ihr Name noch gleich? Habe das eben akustisch nicht verstanden.”

Die Stilmittel

Also der Ablauf ist klar. Kommen wir nun zum nächsten Punkt und zwar den Stilmitteln. Vielleicht sagt dir ja die 55-38-7 Regel was. Nein? Laut einer Studie der Universität Kalifornien wirkt Kommunikation nämlich

  • nur zu 7 Prozent durch den Inhalt,
  • dafür aber zu 38 Prozent durch die Stimmlage und
  • ganze 55 Prozent werden durch die Körpersprache beeinflusst.

 

Krass, oder? Also wie deine Botschaft beim Gesprächspartner ankommt kann durch unterschiedliche Ausdrucksmittel beeinflusst werden. Und das solltest du unbedingt tun weil es wirklich…und ich meine wirklich einen großen Unterschied macht.

Deine Stimme kannst du in der Regel durch super einfache Tricks beeinflussen, dazu gehört z.B.

  • das Redetempo (am besten langsam),
  • eine deutliche Aussprache,
  • deine Lautstärke beim Sprechen und
  • die Körperhaltung.

 

Ja richtig gehört die Körperhaltung. Denn selbst, wenn dein Gesprächspartner dich nicht sehen kann, wirkt sich deine Gestik auf deine Tonlage aus. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich während ich telefoniere auch immer mal wieder zwischen Stehen und Sitzen wechsle um bisschen Schwung in die Kommunikation zu bekommen. 

Das gleiche gilt natürlich auch für die Mimik also deinen Gesichtsausdruck. Du glaubst gar nicht wir sehr deine Stimme und überhaupt auch deine gesamte Gemütslage alleine davon beeinflusst wird ob du lächelst oder nicht. Ich garantiere dir die Freundlichkeit merkt man sofort. Also oberstes Gebot, egal ob du nen guten oder schlechten Tag hast: Lächle am besten während des gesamten Telefonats. Natürlich nicht laut sondern einfach nur Mundwinkeln nach oben und bisschen grinsen. Ich spreche jetzt gleich den selben Satz, nur mit Hilfe unterschiedlicher Mimik und du schaust mal ob du einen Unterschied erkennst, ok?

„Hallo mein Name ist Tobias Jost. Ich möchte mich nach dem aktuellen Status meiner Bewerbung erkundigen.”

Also ganz wichtig: Auch bei Telefonaten kommt es auf das richtige Mindset an. Heißt für dich: Setz dein bestes Lächeln auf, auch wenn dich niemand sieht und das bitte schon bevor du zum Hörer greifst denn nur so stärkst du dein Selbstbewusstsein und deine Selbstsicherheit. 

Solltest du jetzt aber mal wirklich total schlechte Laune haben, musst aber trotzdem telefonieren, dann habe ich noch einen zweiten, super effektiven Tipp für dich, der übrigens sogar wissenschaftlich bewiesen ist. Und zwar gehst du dafür am besten irgendwohin wo dich niemand sehen kann und machst eine Minute lang die wildesten Gesichtsgrimassen.

Klingt total affig ich weiß und genau das soll es auch sein. So lockert sich nämlich die Situation ganz entspannt auf, weil du dich selbst nicht mal mehr ernst nimmst. Und jetzt kommt der wisschenschaftliche Teil, denn wenn du das für 1 Minute lang machst, aktivierst du die Lach-Nerven in deinem Gesicht und sendest positive Signale an dein Gehirn. Heißt: Du trickst dich selber aus und sorgst dafür, dass es dir besser geht

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Tipps gegen Telefonangst

Sooo was ist aber nun noch wichtig. Denn die Telefonangst einfach so von heute auf Morgen zu bekämpfen ist unrealistisch.

1. Üben, üben, üben

Ich mein ein Musiker geht auch nicht auf die Bühne ohne jemals geprobt zu haben oder ein Fußballer spielt auch nicht das Championsleague Finale ohne zuvor jahrelang trainiert zu haben. Es hilft schon, wenn du privat öfter mal telefonierst, anstatt jedes kleine Detail per WhatsApp zu bequatschen. Das ist wie mit Büchern lesen. Je öfter du das machst, desto besser und leichter tust du dich irgendwann selbst im schreiben. 

2. Persönlicher Pitch

Heißt: schreib dir ein paar Standardsätze raus, zu dem was du am Anfang sagen möchtest, sodass du einen guten Einstieg hast. Aber leg dir auch gernen für Zwischendrin oder am Ende was zurecht, dass du dich eben vom einen sicheren Hafen in den nächsten hangeln kannst.

3. Angstkonfrontation

Ich mein es ist überhaupt nicht schlimm Angst vorm telefonieren zu haben. Und Einsicht ist bekanntermaßen der erste Schritt zur Besserung. War bei mir genauso. Du sollst jetzt  natürlich keinen Aufsatz über deine Telefonangst schreiben, aber einfach mal darüber nachdenken, warum du so viel Panik vor Telefonaten hast. Wenn du das ganze nämlich mal in Perspektive setzt ist das alles halb so wild. Ich stell mir in stressigen Situationen oder wenn ich besonders aufgeregt bin immer die Frage:

“Was ist das schlimmste, dass dir passieren kann.”

Nur weil im Zweifel ein Telefonat schlecht läuft bist du trotzdem noch am Leben, deiner Familie geht es gesundheitlich gut und du hast ein Dach über dem Kopf. Du legst also einfach den Hörer weg und das Leben geht weiter. Es ist niemandem etwas passiert. Manchmal verkopfen wir einfach zu sehr in den Dingen und steigern uns unnötig rein.

Pro Tipp

Zum Schluss des Videos kommen wir nun noch zum wichtigsten Punkt von allen. Kommunikation bedeutet nämlich vor allem zuhören. Jeder denkt immer man darf keine Pausen im Gespräch lassen weil das sonst komisch ist und dann verennt man sich in irgendwelchen Sätzen die keinen sinn mehr ergeben. Die Kunst des telefonierens wie überhaupt in jedem Gespräch ist es allerdings Fragen zu stellen und einfach zu zu hören. Und zwar nicht irgendwelche Fragen sondern wirklich gute Fragen. Dabei gibt es nämlich die unterschiedlichsten Möglichkeiten wie du welche Fragen formulieren kannst. Je nachdem wie du dich ausdrückst, löst du andere Reaktionen aus.

Die einfachste Variante um deinem Gesprächspartner beispielsweise ein gutes, positives Gefühl zu geben ist, wenn ER 80% der Zeit redet. Warum? Weil sich jeder immer selbst am liebsten hört. Das geht aber definitiv nicht wenn du geschlossene Fragen stellst. Also Fragen auf die ganz einfach nur mit Ja oder nein geantwortet werden kann. Stattdessen solltest du offene Fragen stellen. Also die bekannten W-Fragen.

  • Wer
  • Was
  • Wann
  • Wo
  • Warum
  • Wie
  • Wozu
  • Weshalb

 

und so weiter.  Hier mal ein Beispiel von einer offenen im Vergleich zu einer geschlossenen Frage:

Frau Maier, finden Sie den Vorschlag gut? …  Ja”

und nun die offene Frage:

„Frau Maier, was sagen Sie zu dem Vorschlag? Also, ich bin der Meinung dass…blablabla” … 

Du siehst, je nachdem, ob du eine offene oder geschlossene Frage stellst, nimmst du Einfluss auf die Qualität und Länge der Antworten. Mit einer offenen Frage eröffnest du sozusagen ein ausführliches Gespräch. Du kannst damit nicht nur zurückhaltende oder unsichere Gesprächspartner gesprächig machen, sondern auch an zusätzliche Informationen gelangen.

Clevere Fragetechnik

Und nun noch zu meiner persönlichen Lieblingsfragetechnik. Das sogenannte Mirroring oder zu deutsch ‘spiegeln’. Dabei wiederholst du ganz einfach immer die letzte Worte deines Gesprächpartners nur eben als Frage formuliert. Was dabei passiert wirklich faszinierend, denn der Gesprächspartner wird immer weiter und immer mehr im Detail über Dinge erzählen die für dich von Interesse sein könnten. + er hat ein gutes Gefühl weil er den meisten Redeanteil hat. Hier ein Beispiel:

A: “Ich war gestern auf einer Veranstaltung und hab interessante Leute getroffen.”

B: “Interessante Leute?”

A: “Ja total, z.B. bin ich mit dem Chef einer Firma in Kontakt gekommen bei der ich mich mal beworben hatte”

B: “Wo du dich mal beworben hast?”

A: “Ja das ist noch gar nicht so lange her, das war auf die Stelle des…

Ich denke du verstehst das Prinzip. Also soweit erstmal die Basics zu dem was ein gutes Telefonat ausmacht.

Ließ dir aber nun gleich noch diesen Artikel hier durch. Da du nämlich nie weißt wer am Ende der anderen Leitung auf dich wartet ist es wichtig schnell herauszufinden mit welcher der 10 Arten Typ Telefonmenschen du es zu tun hast. Nur so kannst du deine Kommunikation bestmöglich ausrichten um deiner Botschaft maximalen Nachdruck zu verleihen.

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