STELLENSUCHE 🧐 Tipps die Du in keinem Lehrbuch findest!

Von: Tobias Jost

GrĂŒnder / CEO von KARRIEREGURU

Jeder der schonmal auf Jobsuche war oder gerade dabei ist sich durch den Stellenmarkt zu kĂ€mpfen, weiß, dass es schönere Dinge im Leben gibt. Aber hey, genau deswegen bist Du doch jetzt hier. Ich kann Dir versichern, dass das alles mit den richtigen Tipps & Tricks gar nicht mehr so schlimm ist.

Worauf bei Formulierungen von Stellenangeboten zu achten ist, wie genau man hinter die Fassade eines Unternehmens blickt und welches die besten Job-Portale fĂŒr Deine Interessen sind, verrate ich dir im Beitrag.

Bevor wir allerdings in den Stellenmarkt-Dschungel eintauchen – lass uns die Jobsuche mal von hinten aufrollen
 denn bevor du beginnst, solltest du die folgenden 5 Hinweise im Kopf behalten


1. Erstens: Mach dir Gedanken darĂŒber, was du möchtest und brauchst!

Nichts ist schlimmer, als die Jobsuche planlos zu beginnen. Stelle dir vor jeder Suche immer die Frage, auf welche Stellen und in welchen Branchen du dich bewerben willst. Danach solltest du dir dann erst ĂŒberlegen, – wie du auf dich aufmerksam machen willst, 

  • also wie deine Bewerbung aussehen soll und 
  • wo du mehr Informationen zum Unternehmen findest.

Wenn du dir noch unsicher ĂŒber den Jobtitel bist und was dahinter steckt, dann zögere nicht und ruf das Unternehmen an! Auch einige Keywords in der Anzeige können dir bei der Recherche helfen. Lass dich auf keinen Fall ausbremsen oder von Selbstzweifeln leiten!

2. Zweitens: Triff keine voreiligen EntschlĂŒsse!

Wenn du arbeitslos bist oder gerade verzweifelt am Berufseinstieg bastelst, dann nimm nicht die allererste Stelle, die du so semi-gut findest. Stellenangebote können wie Horoskope sein – sie klingen immer irgendwie toll und man findet sich in jedem wieder. Schaue dich unbedingt sorgfĂ€ltig um und nimm dir Zeit fĂŒr die Jobsuche. 

Manchmal hilft auch erstmal ein BrĂŒckenjob oder Halbtagsjob – so kannst du deine Rechnungen bezahlen und dich auf die Suche nach deinem Traumjob konzentrieren. 
Wenn du allerdings noch ĂŒberhaupt keine Ahnung hast, wohin die Reise fĂŒr dich gehen soll, dann empfehle ich dir mein Video zum Thema „Traumjob finden“, das ich dir hier verlinkt habe.

3. Drittens: Mach eine persönliche Bestandsaufnahme!

BeschÀftige dich intensiv mit deinen StÀrken, SchwÀchen und Erfahrungen, die du bisher so gesammelt hast und vergleiche alles mit dem Anforderungsprofil der Stelle. Ziehe eine Bilanz, schau wo du gerade stehst und wo du hin willst. 

Vielleicht brauchst du zusĂ€tzliche Zertifikate, um dein Ziel zu erreichen oder dir fehlen noch bestimmte Kenntnisse? Dann gibt es eine Vielzahl toller Online-Portale worĂŒber du kostenlos Weiterbildungen und Zertifikate ablegen kannst, die dich nĂ€her an deinen Traumjob bringen – und sich natĂŒrlich gut in deinem Lebenslauf machen. 

Masterclass: Bewerbung!

Im Handumdrehen zu einer Bewerbung mit WOW-Effekt.

4. Viertens: Halte deine Unterlagen immer aktuell und individuell

Bitte versende niemals eine Standardbewerbung oder verwende Muster-Anschreiben. ErzÀhle deine persönliche Geschichte.

5. Und fĂŒnftens: Verwende die richtigen Jobportale!

FĂŒr jede Berufsgruppe und Ausbildungsstand gibt es unterschiedliche Jobportale im Netz. Achte immer darauf, dass die Plattform genĂŒgend Stellen anbietet, benutzerfreundlich ist und es verschiedene Filter gibt, mit denen du deine Suche eingrenzen kannst. 

Große allgemeine Jobseiten wie Glassdoor oder Monster sind eher was fĂŒr Leute mit mehr Berufserfahrung. Wenn du Berufseinsteiger bist und dein Studium gerade erst beendet hast, dann empfehle ich dir Portale wie zum Beispiel studentjob.de, berufsstart.de, youngcapital.de, CampusjĂ€ger oder absolventa. Auf letztgenannten findest du sogar einen Karriere-Check, wo du einfach nur ein paar Fragen beantworten musst und dann passende Berufe und Stellen vorgeschlagen bekommst. 

Wenn du auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder Praktikum bist, dann gehe wiederum auf Portale wie Meinpraktikum.de –  ausbildung.de oder die IHK-Lehrstellenbörsen.

Alle Portale bieten jede Menge aktuelle Ausschreibungen und gehören unter den Arbeitgebern zu den beliebtesten in Deutschland. Aber ACHTUNG
 wir sind noch nicht fertig
 denn, wenn du einmal mit der Suche begonnen hast, musst du zunĂ€chst mal
Gute von schlechten Stellenangeboten unterscheiden! DafĂŒr kannst du dich eigentlich einfach zurĂŒcklehnen und den Algorithmus fĂŒr dich arbeiten lassen. 

Mach dir am besten ein Account bei 3–4 Jobportalen deiner Wahl, lege fest, welche Stellen dich interessieren und aktiviere dann die Benachrichtigungen. Immer wenn eine neue Stelle hochgeladen wird, die zu deinen Suchkriterien passt, erhĂ€ltst du eine Nachricht und kannst dich direkt bewerben. 

Schau auch unbedingt hinter die Fassade des Unternehmens!

Viele Personaler verwenden immer die gleichen Beschreibungen und schrauben nur an den Details rum.  
Sicher bist du schon ĂŒber nervige Formulierungen gestolpert, wie „Werde Teil eines hochmotivierten Teams“
 oder „Sie profitieren von flachen Hierarchien und Entfaltungsmöglichkeiten“
 Sowas kannst du ausblenden. BeschĂ€ftige dich lieber mit Unternehmensbewertungen auf Plattformen wie kununu oder glassdoor.de und schau dir an, was aktuelle oder ehemalige Mitarbeitern zu sagen haben. 

Wenn du es wirklich ernst meinst, kannst du auch ĂŒber Karriereportale wie LinkedIn oder XING Kontakt zu ehemaligen Azubis, Praktikanten oder Mitarbeitern aufnehmen und nach der Unternehmenskultur fragen. Und ĂŒber Google News findest du Presseartikel, die dir mehr zur Zukunftsstrategie und Herausforderungen des Unternehmens erzĂ€hlen.

Masterclass VorstellungsgesprÀch

Optimal vorbereitet fĂŒr einen Auftritt, der Personaler auf ganzer Linie ĂŒberzeugt!

Spiele daher mit Vitamin B!

Nein, keine Extra-Pillen zum FrĂŒhstĂŒck. Ich meine Netzwerke. Viele begehrte Stellen werden ĂŒber Kontakte besetzt – auch wenn sie ausgeschrieben sind. Sei also nicht enttĂ€uscht, wenn die lukrativen Jobs bereits vergeben sind, noch bevor du dich bewirbst. 

Aber du siehst, dass es unglaublich wichtig fĂŒr dich ist, gleich zu Beginn deiner Karriere, mit dem Aufbau eines beruflichen Netzwerks zu beginnen, um spĂ€ter von den Kontakten zu profitieren. Besuche also Jobmessen, gehe zu VortrĂ€gen oder nimm an Networking-Events teil – natĂŒrlich erst, wenn all das wieder möglich ist. Aber auch in Zeiten von Corona findest du viele virtuelle Messen, Online-VortrĂ€ge oder Social Media Events, an denen du kostenlos teilnehmen kannst. Mit all dem kannst du deine Chancen steigern. 

Es kommt auf die Feinheiten an

Kommen wir nun zu den Formulierungen. Sagen wir, du hast nun eine richtig tolle Stelle im Netz gefunden, bist aber total verunsichert von der Aufgaben- und Anforderungsbeschreibung, dann hier ein Tipp: Achte einfach auf sogenannte MUSS- und KANN-SÀtze. 

Hier mal zwei MUSS-Beispiele
 

  1. Erstens: „Sie besitzen 2 bis 3 Jahre Berufserfahrung“: Hieraus kannst du z.B. die Gehaltsaussichten und die Hierarchie der Position ablesen. Alles ĂŒber 2 Jahre Berufserfahrung ist offensichtlich nichts fĂŒr Einsteiger.
  2. Zweitens: „Sie bringen verhandlungssichere Deutsch- und Englischkenntnisse mit“: Bei vielen Stellen werden Sprachkenntnisse gefordert, wobei die Spannbreite von „Grundkenntnissen“ bis hin zu „fließend“ recht groß ist. Meisten werden Abstufung wie „gute Kenntnisse“ oder „sehr gute Kenntnisse“ verwendet, was einem Sprachlevel von B1 bzw. B2 entspricht. Heißt, du musst eine Fremdsprache nicht fließend beherrschen – musst aber Kenntnisse mitbringen.

Kurz gesagt, wenn bei einer Stellenanzeige ein Kriterium nicht ĂŒber den Zusatz “im Idealfall” oder “wĂŒnschenswert” verfĂŒgt, kannst du davon ausgehen, dass es sich um ein “Muss-Kriterium” handelt. Alles andere ist wĂ€re ein KANN Kriterium. Ich könnte noch stundenlang ĂŒber Formulierungen in Stellenanzeigen sprechen, aber zum Schluss noch ein ganz wichtiger Bonus-Tipp, der sich vor allem an die Frauen richtet. 

Denn Studien belegen immer wieder, dass Frauen oft zurĂŒckschrecken wenn sie nicht 100% der Stellenanforderungen erfĂŒllen. MĂ€nner hingegen bewerben sich bereits wenn sie nur 60% der Qualifikationen vorweisen können. Also nur Mut und einfach einen Versuch wagen. Es gibt nichts zu verlieren, nur zu gewinnen. Denn vielleicht ĂŒberzeugst Du in anderen Bereichen und Erfahrungen so sehr, dass man dir dennoch eine Chance gibt.

So, damit steht einer effektiven und effizienten Stellensuche nichts mehr im Weg.

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