HOBBYS im Lebenslauf ||
5 gute vs. 5 schlechte Beispiele

Von: Tobias Jost

Gründer / CEO von KARRIEREGURU

Die Diskussion um Hobbys im Lebenslauf ‘ja oder nein’ wird gerne heiß und kontrovers diskutiert. Allerdings meist nur auf Bewerberseite. Denn Personaler sind sich alle einig. Hobbys können den entscheidenden Unterschied machen, welches Bild ein Kandidat abgibt. Und ob dieser in Konsequenz zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht.

Ganz wichtiger Hinweis gleich am Anfang:

Zu Hobbys zählen auch Interessen.

Hobbys klingt immer so als müsste man etwas aktiv praktizieren oder gut darin sein. Nein. Man kann auch einfach nur ein Interesse zum Beispiel für Autos haben, ohne selbst eins zu besitzen oder Fußball, ohne dass man es aktiv spielt.

Worauf es bei der Verwendung von Hobbys und Interessen im Lebenslauf genau ankommt, schauen wir uns jetzt einmal an. Am Ende des Videos gibt es dann noch 5 Top und 5 Flop Hobbys und einen ganz entscheidenden Tipp, den du in jedem Fall immer berücksichtigen solltest.

Fangen wir aber erstmal mit einem kleinen Beispiel an

Du bewirbst dich als Flugbegleiterin oder Flugbegleiter und gibst als eines deiner Hobbys ‘Boxen’ an. 

Was glaubst du, wie das ankommt?

Wohl eher nicht so gut. Denn als Flugbegleiter hat man unmittelbaren Kundenkontakt. Mit einem blauen Auge auf der Arbeit aufkreuzen, funktioniert also nicht. Zudem kann man den Eindruck bekommen, dass du aggressiv bist und gerne auf Konfrontationskurs gehst. Das ist sichtlich unerwünscht in einem kundenorientierten Service Beruf.

Anderes Beispiel

Du bewirbst dich als Flugbegleiterin oder Flugbegleiter und gibst als eines deiner Hobbys ‘Reisen, Kulturen und Sprachen’ an.

Der Personaler erkennt hier sofort die positive Verbindung zwischen deinen Hobbys und der Stelle. Reisen, Kulturen und Sprachen suggerieren, dass du in einer so internationalen Branche wie der Luftfahrt insbesondere im Kundenkontakt wichtige Eigenschaften mitbringst.

Wenn nun Boxen allerdings dein einziges Hobby ist und du dich dennoch als Flugbegleiterin oder Flugbegleiter bewirbst, dann erwähne am besten nichts davon und dichte auch nichts dazu.

Denn ganz wichtig ist, niemals zu Gunsten eines guten Eindrucks zu lügen.

Also nur, weil dir Hobbys möglicherweise den entscheidenden Vorteil bringen, sie nicht missbrauchen und irgendetwas dazu dichten, dass du überhaupt nicht machst.

Und es ist ja nicht so, dass Boxen grundlegend als schlechtes Hobby vom Arbeitgeber angesehen wird. In der Security Branche kannst du damit sogar sicherlich einen positiven Eindruck hinterlassen.

Du siehst, es kommt also immer darauf an, auf welche Stelle du dich bewirbst.

5 Hobbys, die sich nicht so gut eigenen

  1. Erstens: Hobbys, bei denen hohe Verletzungsgefahr besteht. Z.B. Motorrad-Touren fahren. Aber auch bei Sportarten solltest du aufpassen. Hier kommt es immer auf das Niveau an, dass du angibst. Spielst du beispielsweise ‘fast professionell’ Fußball, sieht dein Arbeitgeber dich wohl nämlich schon mit Gips im Krankenhaus liegen statt einsatzfähig am Arbeitsplatz. 
  1. Zweitens: Wenn du ausschließlich Hobbys angibst, die man alleine ausübt, wie z.B. Lesen oder im Wald spazieren gehen, dann könntest du möglicherweise unter Einzelgänger-Verdacht geraten und suggerierst, dass du dich in Teams nicht wohlfühlst. Achte also hier auf einen guten Mix unterschiedlicher Hobbys, die diesen Verdacht nicht zulassen.
  1. Drittens: Wenn du dich auf einen Beruf wie Anwalt oder Banker bewirbst, dann jedoch Hobbys wie Computerspiele zocken angibst, gerätst du schnell unter “Proleten-Verdacht”, weil die beiden Welten rein äußerlich nicht zusammen passen.
  1. Viertens: Hobbys, die sehr zeitintensiv sind, wie beispielsweise Marathon laufen oder Weltreisen, können beim Arbeitgeber den Eindruck entstehen lassen, dass das Hobby zu viel Zeit frisst und kaum noch was für die Arbeit übrig bleibt.
  1. Fünftes und letztes Hobby, auf das du in deinem Lebenslauf verzichten solltest: Ist zu erwähnen, dass du gerne was mit deinen Freunden unternimmst. Das ist kein wirkliches Hobby bzw. Interesse und wird vom Personaler als nicht erwähnenswert angesehen. Denn jeder hat Freunde, mit denen er hoffentlich gerne etwas unternimmt.

Nun denkst du dir wahrscheinlich, na toll welche Hobbys bleiben denn nun bitte noch übrig?

Aber wie schon eingangs gesagt. Es kommt primär immer darauf an, auf welche Stelle du dich bewirbst. Gaming als Hobby zu nennen kann, wenn du dich bei einem Spielehersteller bewirbst, natürlich auch sehr positiv bewertet bzw. sogar als Bedingungen vorausgesetzt werden. 

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5 Hobbys, die sich bei jedem Job gut machen

  1. Erstens: Wenn du als Hobby z.B. Lesen, Reisen oder Sprachen angibst, kannst du damit überzeugen, sehr gebildet zu sein. Und hier kommt es eben auf die Feinen Nuancen an. Gibst du ‘Weltreisen’ an kann das sehr zeitintensiv aufgefasst werden, wohingegen ‘reisen’ an sich eher als positiv, welt- & kultur offen gewertet wird. 
  1. Zweitens: Wenn du sportlich in einem Verein aktiv bist, dann erwähne das unbedingt, denn das zeigt deinen Ehrgeiz und lässt Rückschlüsse auf deine körperliche und geistige Fitness schließen. Aber auch hier aufpassen. Gibst du an, dass du es fast professionell machst, kann es wieder ein Zeichen von hoher Verletzungsgefahr und sehr zeitintensiv sein.
  1. Drittens: Versuche mit deinem Hobby immer einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle herzustellen. Handelt es sich z.B. um eine Position, wo du viel verhandeln musst, macht sich Schach als Hobby unheimlich gut, denn es zeigt deine Fähigkeit strategisch zu denken. 
  1. Viertens: Hobbys bei denen du dich privat für andere Menschen engagierst, z.B. bei der freiwilligen Feuerwehr oder in einem Verein, eignen sich hervorragend um dein Verantwortungsbewusstsein zu zeigen.
  1. Und fünftes und letztes Hobby, das sich gut in deinem Lebenslauf macht: Ist der Mannschaftssport. Wenn du hier aktiv bist, dann suggerierst du dem Arbeitgeber Teamfähigkeit und Teamgeist. 

Ein wichtiger Tipp noch ganz zum Schluss

Gute Personaler erkennen in der Regel sofort den Zusammenhang zwischen Hobbys und der ausgeschriebenen Position. Also ob sich die Eigenschaften mit den Anforderungen gut ergänzen.

Du kannst allerdings nicht davon ausgehen, dass dies immer der Fall ist.

Deshalb weiß den Personaler in deinem Lebenslauf aktiv darauf hin, indem hinter jedes deiner Hobbys in Klammern die Eigenschaft auflistest, die dich für diese Stelle qualifiziert.

Z.B. 

  • Hobby: Schach, in Klammern ‘strategisches Denken’
  • Freiwillige Feuerwehr  in Klammern ‘Verantwortungsbewusstsein’
  • Oder Hobby: Fußball in Klammern ‘Disziplin und Teamfähigkeit’

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