ANHANG einer Bewerbung 🧐 Tipps, die du in keinem Lehrbuch findest!

Von: Tobias Jost

GrĂŒnder / CEO von KARRIEREGURU

Mist, wie war das jetzt gleich nochmal mit dem Anhang in der Bewerbung? Welches Dateiformat, maximale DateigrĂ¶ĂŸe und vor allem welche Dateibenennung ist eigentlich die richtige? Und soll ich alles in einem Dokument zusammenfĂŒhren oder doch lieber einzeln. Ach Ja und das Deckblatt, das hab ich ja total vergessen, oder braucht man das ĂŒberhaupt?

Halt! Das mit dem Anhang ist alles gar nicht so komplex wenn man weiß worauf es ankommt.Ich verrate Dir deshalb alles, was es zum Thema Anhang zu beachten gilt.

Womit haben wir es zu tun?

Ja, ja
 Onlinebewerbungen können einen wirklich zur Verzweiflung treiben. So viele kleine Details an die man denken muss. Bei postalischen Bewerbungen war das alles noch so viel einfacher, aber E-Mail-Bewerbungen sind nunmal lĂ€ngst zum Standard geworden und dabei gibt es eben einiges zu beachten. 

Ganz egal jedoch, ob online oder per Post – die Reihenfolge der Bewerbungsmappe sieht immer gleich aus. Als aller – aller erstes kommt das 

  1. ANSCHREIBEN, dann eventuell ein 
  2. DECKBLATT, gefolgt vom 
  3. LEBENSLAUF und im Anschluss 
  4. dein ANHANG
  • also wie deine Bewerbung aussehen soll und 
  • wo du mehr Informationen zum Unternehmen findest.

Diese Reihenfolge ist immer gleich und sollte nie geÀndert werden. Jetzt fragst du dich sicher:

Was zur Hölle soll denn das Deckblatt sein?

Ja also das „Deckblatt“ heißt zwar „Deckblatt“, kommt aber erst NACH dem Anschreiben und wie gesagt – absolut kein Muss, denn die meisten Personaler stört es ohnehin. Wenn ĂŒberhaupt, dann ist es lediglich fĂŒr Dein Bewerbungsfoto und ein bisschen Struktur da. 

Das ganze Blatt muss sich zudem natĂŒrlich in dein Design einfĂŒgen – aber es geht hierbei vor allem um SelbstprĂ€sentation. Ein tolles Foto im Hoch- oder Querformat, eine Liste des Anhangs und deine Kontaktdaten machen sich ganz gut. GrundsĂ€tzlich ist es aber wie gesagt kein MUSS und ich rate dir eher darauf zu verzichten. 

Auf keinen Fall solltest du aber auf deinen Anhang verzichten – oder gar vergessen! Ich habe dir ja bereits in den vorherigen beiden Videos erklĂ€rt, dass das Anschreiben quasi deine persönliche Mini-VerkaufsprĂ€sentation ist und der Lebenslauf sowas wie dein Marketing-Material. 

In der Werbung muss niemand blöde MarketingsprĂŒche belegen, doch bei einer Be–Werbung musst du alle deine Angaben mit Referenzen und echten Quellen nachweisen – wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit also. Deswegen ist dein Anhang der „seriöseste Teil“ deiner Bewerbung.

Dabei sollten die Anlagen IMMER in einer logischen Weise gegliedert sein. Heißt, die Reihenfolge deiner Dokumente muss den Stationen deines Lebenslaufs entsprechen. Eigentlich nicht schwer oder? Aber gehen wir alles Schritt fĂŒr Schritt durch: 

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1. Arbeitszeugnisse

Als erstes kommen die Arbeitszeugnisse. Achte darauf MAXIMAL 3 Zeugnisse deiner letzten Jobs anzuhÀngen. Das können auch Praktika oder WerkstudententÀtigkeiten sein.

2. Ausbildungsnachweise

Danach oder davor – je nachdem was deine letzte Station war – kommen die Ausbildungsnachweise, heißt, das Zeugnis des höchsten Abschlusses, also Ausbildung oder Studium sowie dein Schulabschlusszeugnis. 

Lass uns kurz drei Szenarien durchspielen: 

  • Wenn du dich auf eine Ausbildungsstelle bewirbst und deinen richtigen Abschluss noch nicht in der Tasche hast, dann kannst du dein Halbjahreszeugnis verwenden.
  • Wenn du aber einen höheren Abschluss oder Berufserfahrung besitzt, dann lĂ€sst du das Grundschulzeugnis weg, aber fĂŒgst das letzte Abschlusszeugnis an.
  • Wenn du dich um ein Schulpraktikum bewirbst, dann hĂ€ngst du dein Halbjahreszeugnis und das Grundschulzeugnis an.

3. Zertifikate & Bescheinigungen

Anschließend folgt dann ein Abschnitt fĂŒr Zertifikate und Bescheinigungen, zum Beispiel EhrenĂ€mter oder Nachweise darĂŒber, dass du an einem Kurs teilgenommen hast. Lange Zeit war es gĂ€ngig auch eine Kopie des FĂŒhrerscheins anzuhĂ€ngen. Wenn du aber kein LKW-Fahrer werden willst oder dich nicht um einen Job bei einem Lieferservice bewirbst, kannst du die Kopie weglassen und zur Not nachreichen.

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4. Referenzen

Ganz am Ende des Anhangs kommen dann Referenzen wie Arbeitsproben und Empfehlungsschreiben von Professoren oder ehemaligen Arbeitgebern.  

Wie bei allem in der Bewerbung gilt auch beim Anhang – weniger ist mehr! Bitte knall nicht zu viel in den Anhang und nimm nur die Zertifikate, die zur Stelle passen. Die Faustregel besagt maximal 10 Dokumente. Wenn du schon viele Stationen hinter dir hast, kannst du auch eine Liste anhĂ€ngen, mit den Dokumenten, die du auf Anfrage nachreichen kannst. 

Warum? Weil Onlinebewerbungen niemals grĂ¶ĂŸer als 3 bis 5 MB sein sollten. Hinweise dazu findest du manchmal am Ende der Stellenbeschreibung. Aber ich sage dir, 5 MB ist meist das absolute Limit, ansonsten verstopfst du die Leitung des Unternehmens. 

Und bitte, bitte reiche deine Bewerbung niemals als ZIP- oder offene Word-Datei ein! Nicht nur, weil sich darin auch Viren verstecken könnten, sondern du stiftest damit auch große Verwirrung. Wer möchte schon gern jede einzelne Datei extrahieren, abspeichern und dann erst öffnen. Also beschrĂ€nke Dich auf das einzig wahre Format im Fall des Bewerbungsanhangs, nĂ€mlich das PDF.

Nun kannst du entweder jedes einzelne Dokument zu einem PDF machen oder den gesamten Anhang zu einem großen PDF. Das wird z.B. auf manchen Karriereportalen verlangt.

Dazu kannst Du auf z.B. auf den beiden Seiten ‘smallpdf’ oder ‘ilovepdf’ kostenlos deine einzelnen Dateien hochladen und zu einer großen zusammenfĂŒhren – ganz einfach und ziemlich praktisch. Sofern die DateigrĂ¶ĂŸe danach das vorgegebene Maximum ĂŒbersteigt, kannst du das Dokument dort auch gleich noch komprimieren.

Ganz wichtig ist nun noch, dass Du die Dateien richtig benennst, denn Ja, auch hier kann man ins FettnÀpfchen treten und Fehler machen. Halte Dich also bitte an folgende Benennung: ZunÀchst das Jahr, dann Monat, Vorname, Nachname und dann um welches Dokument es sich handelt (202009_Tobias_Jost_Lebenslauf).

Vor dem Absenden solltest du dann unbedingt nochmal die QualitĂ€t ĂŒberprĂŒfen und natĂŒrlich – nach Rechtschreibfehlern suchen. Gehe anschließend auch noch mal zurĂŒck zur Stellenausschreibung, um die E-Mail-Adresse des Ansprechpartners zu checken und nach einer Angabe fĂŒr die Betreffzeile zu schauen. Manchmal ist dort angeben, welches KĂŒrzel, Nummer oder welchen Titel du verwenden musst. Wenn du nichts findest, dich aber auf eine konkrete Stellenanzeige bewirbst, dann nimm deinen Namen und den Titel des Jobs, also z.B. Tobias Jost / Bewerbung als Karrierguru.

Ist die Betreffzeile ausgewĂ€hlt, geht es weiter zum Text. Auch wenn es sich um eine E-Mail handelt, ist ein zu lockerer Ton absolut tabu. Halte dich also an alle nötigen Formen, wie Anrede, Grußformel, Name und Signatur. FĂŒr den Text verwendest du entweder dein Anschreiben oder eine kleine Einleitung, wie z.B. diese hier: 

—–

Sehr geehrte(r) Frau/Herr MĂŒller,

anbei erhalten Sie meine Bewerbung fĂŒr die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als ‘Karriereguru’. Warum ich die Stelle optimal ausfĂŒllen kann und Ihrem Unternehmen durch meine Erfahrung im Vertrieb und der Kundenbetreuung zahlreiche Vorteile biete, entnehmen Sie bitte meinen ausfĂŒhrlichen und angehĂ€ngten Bewerbungsunterlagen.

Ich freue mich auf ein persönliches VorstellungsgesprÀch.

Mit besten GrĂŒĂŸen, 

Tobias Jost

—–

Bewirbst du dich bei Großunternehmen, erhĂ€ltst du meist eine automatische EingangsbestĂ€tigung. Bei kleinen Unternehmen ist das nicht immer der Fall, deswegen kannst du vor dem Senden auch eine „LesebestĂ€tigung“ einstellen. 

So…fast haben wir es geschafft.

Schau dir abschließen nun noch mal deine E-Mail-Adresse genau an
. die sagt nĂ€mlich mehr ĂŒber dich aus, als dir lieb ist. Statt sowas wie tobias_onlinestar@hotmail.de  ❌, nimm lieber eine seriöse Adresse, die aus deinem Vor- und Nachnamen tobias.jost@email.de ✅ besteht. Im Zweifel kannst du dir einfach eine neue Adresse anlegen. 

So…jetzt bist du aber bereit die Bewerbung abzuschicken. Sei mutig, drĂŒck den Button und los geht’s!

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