10 SÄTZE mit denen Du JEDEN JOB bekommst!

Von: Tobias Jost

Gründer / CEO von KARRIEREGURU

Wie ist das beim Vorstellungsgespräch? Wie begrüßt man sich am besten? Was sagt man zu Beginn des Gesprächs und mit welchen smarten Antworten kann man denn ordentlich Eindruck machen?

Wie du ja bereits aus weißt geht es im Vorstellungsgespräch nicht zwingend um dich und deine Bedürfnisse, sondern um das Problem des Arbeitgebers das es zu lösen gilt. Immerhin werden Stellen nicht zum Spaß ausgeschrieben. Und das Ziel als Kandidat ist es klar zu machen, warum und wie man bei der Lösung des Problems unterstützen kann.

Das geht natürlich nur dann wenn du genau weißt was dich dafür qualifiziert, aber vor allem auch wie du dich am besten ausdrückst. Denn darüber wie eine Botschaft beim Empfänger ankommt, wird nicht nur durch den Inhalt, also das WAS entschieden, sondern vorallem durch das WIE, also die Formulierungen.

Bevor wir aber gleich zu den Sätzen kommen mit denen du wirklich jeden Personaler beeindruckst, hier noch schnell zwei Tipps:

Zwei Tipps vorweg

1. Eliminiere erstmal jegliche Unsicherheit und negativen Gedanken

Ich mein sind wir mal ehrlich, es gibt auch gar keinen Grund dazu. Man kann im Leben nicht scheitern, sondern nur GEWINNEN und LERNEN! Das schlimmste, was dir also passieren kann, ist, dass du um eine Erfahrung reicher sein wirst. 

2. Pass deine Körpersprache dem Inhalt deiner Botschaft an

Also nicht gelangweilt schauen wenn du deine Begeisterung mitteilen möchtest aber auch keine Frage Formulieren wenn du eigentlich eine Aussage treffen willst. Aber das kommt ohnehin von ganz allein wenn du auf dich vertraust und genau weißt weshalb du der beste Kandidat für die Stelle bist. 

Die Voraussetzungen sind jetzt also geklärt, dann lass uns loslegen und mal einen Blick auf die Formulierungen werfen mit denen du richtig überzeugen kannst. Dabei werde ich dir immer sowohl die negativen als auch die positiven Beispiele präsentieren damit du besser verstehst was ich meine: 

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Formulierung Nummer 1 – Bei der Begrüßung

Einfach nur „Hallo“ zu sagen geht zwar, klingt aber nicht sehr einfallsreich und auch nicht professionell, denn du solltest wenigsten darauf achten deinen Gesprächspartner beim Namen zu nennen. 

Mindestens genauso abgedroschen klingt es aber auch wenn du sagst:

„Och, vielen lieben Dank, dass ich mich bei Ihnen präsentieren darf“

– das klingt unterwürfig und nicht wirklich danach als wüsstest du genau was du willst. 

Um wirklich direkt Eindruck zu machen sag also sowas wie:‍

„Ich freue mich darauf, mich mit Ihnen zu unterhalten, um zu sehen, wie ich Sie bei XYZ unterstützen kann.“

Das zeigt Zielstrebigkeit und ist nicht Ich-zentriert sondern aus der Perspektive des Personalers heraus argumentiert. Du sprichst sofort darüber warum du hier bist, nämlich um ein Problem zu lösen.

Formulierung Nummer 2 – Im Smalltalk

Über’s Wetter zu sprechen geht zwar, bringt dir aber nichts, denn es sagt so überhaupt nichts über dich aus. Bzw. wenn dann etwas darüber, dass du nicht wirklich was zu erzählen hast. Stattdessen kannst du erwähnen, dass du noch im Bus oder am Abend zuvor einen tollen Artikel über das Unternehmen gelesen hast und direkt einen Abschnitt des Artikels aufgreifen. Oder du erwähnst, dass du bei wichtigen Terminen immer extra pünktlich bist, um dich mit der Umgebung vertraut zu machen. Versuche einfach elegant einfließen zu lassen, dass du dich auf das Gespräch vorbereitet hast

Formulierung Nummer 3 – Bei der Selbstpräsentation

„Ich bin Tobias und habe gerade erfolgreich die Realschule beendet.“

Einen schlimmeren und langweiligeren Einstieg für die Selbstpräsentation wirst du wahrscheinlich nicht finden. Gehe stattdessen direkt in die Vollen und sprich von deinen Qualitäten und nicht von irgendwelchen Themen, die ohnehin jeder in deinem Lebenslauf nachlesen kann. 

Sag zum Beispiel:

‍“Ich möchte gerne direkt mit den Qualifikationen beginnen, wovon ich glaube dass sie am nützlichsten sein werden um Sie bei Aufgabe XYZ zu unterstützen.“ 

Wenn du es nicht so In-your-face magst, dann sag einfach:

„In Ihrer Stellenanzeige schreiben Sie, dass Sie nach einem Vertriebsexperten suchen. Wie sie ja bereits in meinem Lebenslauf gesehen haben, habe ich schon einiges an praktischer Erfahrung sammeln können. Was mich aber besonders für die Stelle bei Ihnen qualifiziert ist XYZ…”

Du merkst also was hier passiert… Du greifst Anforderungen aus der Stellenbeschreibung auf und suchst dabei Schnittmengen mit deinen Qualifikationen. 

Ein guter Einstieg braucht aber auch einen guten Abgang. Jedoch sicher nicht mit dem Satz

„So, das war es jetzt von mir.“ Gehe auch hier auf deine Gesprächspartner ein. Zum Beispiel: „Nun haben Sie einiges über mich gehört und warum ich davon überzeugt bin, dass Sie von meinen Fähigkeiten profitieren können. Vielleicht sind Punkte dabei gewesen, die Sie besonders interessieren? Ich stehe Ihnen Rede und Antwort.“ 

Wenn du es auch hier nicht ganz so offensiv magst, dann kannst du alternativ auch sagen:

„Meine Selbstpräsentation sollte Ihnen einfach zeigen, wer ich bin – und warum glaube super in Ihr Team zu passen. Beim Reden ist mir erst wieder aufgefallen, wie groß die Schnittmenge  ist und würde mich daher freuen, wenn wir diese Punkte im Gespräch vertiefen.“ 

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4.5/5

Formulierung 4 – Bei den Stressfragen

Die beliebteste Frage, mit der du definitiv rechnen kannst, ist: “Warum wollen Sie für unser Unternehmen arbeiten?” 

Schlecht wäre es jetzt zu sagen:

“Naja also ich finde ihr Unternehmen wirklich toll und glaube, dass ich mich hier gut weiterentwickeln kann” oder „Na ja, nach meiner langjährigen Selbstständigkeit suche ich nach einer festen Arbeit, um mehr Sicherheit für mein Leben zu bekommen.“ 

Das ist alles Quatsch und total Ich-zentriert. Damit löst du dem Arbeitgeber aber nicht das Problem wofür er die Stelle ausgeschrieben hat. Sag stattdessen besser sowas wie:

‍„Ich hab mich explizit beworben, weil das Unternehmen im eCommerce-Bereich tätig ist ich aufgrund meiner Erfahrung als freier Video-Editor viele Qualifikationen vorweisen kann, um beim Ausbau des Online Bereichs mitzuhelfen.“

Zu den Klassikerfragen gehört aber natürlich auch noch: “Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Komm hier bitte auf keinen Fall mit kurzen arroganten Antworten wie:

‍„Als Führungskraft mit XY Gehalt“.

Versuche es stattdessen besser damit:

Als absoluter Experte und zentraler Ansprechpartner im Bereich XYZ Ihrer Firma, der die Rolle nicht nur ausfüllt, sondern weiterentwickelt und wichtige Impulse gibt.“ 

Und natürlich noch die berühmteste aller Fragen: „Was sind Ihre größten Schwächen?“ 

Gerade bei dieser Frage kommt es eigentlich überhaupt nicht auf den Inhalt an, also ob richtig oder falsch, sondern primär auf die Formulierung und Struktur. Es sei denn natürlich du nennst eine Schwäche die unmittelbar mit der Tätigkeit an sich zu tun hat. Dann kannst du dir aber auch direkt selbst das Genick brechen.

Also sag z.B. sowas wie:

„Ja also schon seit der Schulzeit bin ich ein eher zurückhaltender Mensch und höre lieber zu, als das ich jetzt unbedingt vor einer großen Gruppe sprechen muss. Auch heute ist das noch eine kleine Schwäche von mir, aber ich habe Taktiken entwickelt, wie ich es schaffe selbstbewusster aufzutreten. Zum Beispiel spreche ich bereits im Vorfeld einer Präsentation mit den Kollegen um sie ins Thema einzuweihen und die Punkte aufzugreifen die sie am meisten interessieren… “ 

Formulierung Nummer 5 – Bei der Verabschiedung

Hier ein negatives Beispiel:

„Ja also vielen Dank für das Gespräch und naja, hoffentlich bis bald“

Mal abgesehen von dem gelangweilten Ton wurde auch hier wieder der Name des Gesprächspartners vergessen. Besser wäre es  zum Abschluss noch eine Frage zu stellen oder zu betonen, dass dir das Gespräch besonders gut gefallen hat. 

Alternativ könntest du auch betonen, dass du beeindruckt davon warst, wie sehr man sich mit deinem Lebenslauf befasst hat und bedankst dich für die tolle Organisation und Ablauf. So vermittelst du nämlich eine gewisse Wertschätzung.  

Und Formulierung Nummer 6 – Ganz wichtig bei der Nachbereitung

Zurücklehnen kannst du dich nämlich erst dann wenn auch die Nachbereitung erledigt ist. Das habe ich dir ja bereits hier erklärt. Denn erst mit einer Dankesmail hinterlässt du einen wirklich positiven Eindruck. Damit kannst du nochmal richtig punkten, da das kaum ein Bewerber macht.

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